Und Kinderaugen leuchten

Es ist schon seit einigen Jahren Tradition und auch in diesem Jahr hat der Nikolaus unsere Waldkinder nicht vergessen. Bei kalten Dezembertemperaturen trudelten die Kinder nach und nach in ihren Gruppen ein. Manche waren noch müde, andere träumten noch vom gestrigen Nikolausfest, wieder andere konnten kaum erwarten, ihren Freunden zu erzählen, was sie in ihren Stiefeln gefunden haben.

Aber auch im Wald wartete eine Überraschung auf unsere Kleinen. Mit Hilfe des Elternbeirats und der finanziellen Unterstützung der Amicus Steuerberatungsgesellschaft mbH konnte sich jedes Kind wieder über einen leckeren Schokonikolaus freuen. Viele Kinder verputzten die süße Überraschung direkt im Morgenkreis, andere warteten bis nach dem Mittagessen und genossen einen besonderen Nachtisch.

Eins ist aber sicher, gefreut haben sich alle.

Die Elli-Saftjäger

Am 2.10.20 ist die Waldgruppe morgens verwaist. Nanu? Wo sind denn alle? Ach ja, heute wird doch die Apfelpresse „Saftjäger“ auf dem Vauß-Hof in Scharmede besucht. Aufgeregt erzählten die Ellis in den letzten Tagen, dass sie Körbe voll Äpfel gepflückt haben, um daraus Apfelsaft zu machen. Uns woraus so ein Apfel besteht und wie er von innen aussieht wurde uns Großen auch ganz stolz erzählt.

Heute war es dann endlich soweit. Die Ellis aus dem Wald trafen sich in Scharmede. Erwartungsvoll sammelten sich die Kinder um das Saftmobil von Saftjäger. Sie durften helfen, die mitgebrachten Äpfel zu waschen und schauten sich genau an, was beim Saft machen passiert. Einige Kinder durften sogar mit in den Wagen. Zum Schluss halfen sie noch, den fertigen Saft zu verpacken.

Zu Fuß ging es schließlich zurück zur Kita und zum Mittagessen waren die Kinder wieder an ihrem Waldhaus, wo es bestimmt frischen, selbstgepressten Apfelsaft gab.

Das Mutmachtheater im Regenbogen

In diesem Jahr war zum ersten Mal „Das Mutmachtheater“ mit Anne Heintz im Regenbogen. Genauer gesagt im Bürgerhaus Upsprunge, denn dort konnten wir die besonderen Corona Hygieneregeln einhalten. Ein besonderer Dank geht an den Bürgerverein Upsprunge, der uns so das Präventionsprogramm gegen sexualisierte Gewalt ermöglicht hat.

Zu diesem Programm gehört ein Elternabend, das Figurentheater „Ich sag`s Lissi“ und die Nachbereitung zwei Woche später.

Auf dem Elternabend sahen Eltern und Team zunächst Ausschnitte aus dem Theaterstück. Dabei erhielten sie Hintergrundwissen zu sexualisierter Gewalt.

Themen wie Täter*innen- Strategien oder wie man reagieren sollte, wenn das eigene Kind von einem Übergriff erzählt, wurden aufgegriffen. Ein großer Bestandteil war natürlich, wie es gelingen kann, Kinder stark zu machen, damit es gar nicht erst zu einem Übergriff kommt. Viele Eltern fragten sich, wie die Kinder auf das Stück reagieren würden.

Am nächsten Tag bekamen wir eine Antwort auf diese Frage.

Neugierig, konzentriert und mit strahlenden Augen verfolgten die Kinder das Theaterstück. Immer wieder hörte man ein Lachen und die Kinder fragten nach. „Ist das Heu echt?“ „Wo ist denn die Kreissäge?“ Grundsätzlich können wir sagen, dass die Kinder das Theaterstück mit einer „Leichtigkeit“ gesehen haben. Sie haben es mit ihren kindlichen Augen gesehen und nicht mit den Bildern, die wir als Erwachsene im Kopf haben.

In den Tagen danach berichteten die Erzieher*innen und Eltern von den Spuren, die das Theaterstück hinterlassen hat. Die Kinder konnten deutlich die Grenzverletzungen benennen und wissen nun was gute und schlechte Geheimnisse sind.

Drei Wochen später besuchte Anne uns noch einmal mit ihren Puppen in den Gruppen. Dort übten die Kinder das Neinsagen. Wir waren erstaunt, wie viel die Kinder von dem Theaterstück behalten haben.

Uns hat das Präventionsprogramm überzeugt und wir werden damit unser Regenbogenschutzkonzept erweitern.

 

Ein paar Auszüge aus dem Stück.

Mia ist ein fröhliches, selbstbewusstes Mädchen. Philipp ist ihr bester Freund. Die beiden erzählen sich alle ihre Geheimnisse. Mia wohnt mit ihrer Mutter zusammen, der Vater arbeitet auf Montage in Ägypten und ist deshalb selten zu Hause. Wie gut, dass es den Nachbarn Carsten Göber gibt. Er hilft gern, ob bei der defekten Waschmaschine oder bei Mias plattem Fahrradreifen. Alles ist gut, bis Mias Mutter abends länger arbeiten muss und Carsten Göber auf Mia aufpasst. Erst freut Mia sich darauf, dann ändert sich alles. Mia wird zickig und traurig, die anderen Kinder verstehen nicht, was los ist. Sie erzählt Philipp auch keine Geheimnisse mehr. Jessica, Malte und Philipp reden miteinander über Schlabberküsse von Jessicas Tante, über Maltes Onkel, der immer will, dass Malte auf seinen Schoß kommt und den großen Jungen, der Philipp in sein Versteck locken will. Dort soll er die Hose runterziehen. Aber die drei lassen sich nichts gefallen: „Arme, Beine, Bauch und Po, sind nur meine, sowieso, die roten Lippen hier, alles gehört mir!" Abends im Kinderzimmer erzählt Mia ihrem Meerschweinchen Lissi alles über Herrn Göber, wie er sie immer küsst und unbedingt wollte, dass sie badet und sie dann überall abgetrocknet hat. Mia leidet darunter, dass alles ein Geheimnis bleiben muss. Erst die Erzieherin im Kindergarten/die Lehrerin in der Schule, der auffällt, dass mit Mia etwas nicht stimmt, überzeugt sie davon, dass man blöde Geheimnisse immer erzählen darf. Und so vertraut sich Mia endlich ihrer Erzieherin/Lehrerin an. Auch die Mutter darf es endlich erfahren und so können die Erwachsenen Mia helfen. Mia geht mit ihrer Mutter zur Polizei. Ganz zum Schluss kann Mia sogar den Kindern im Publikum ein mutmachendes Lied vorsingen, sie kennt sich ja jetzt aus!

 

KiTa-Leben

 

Termine

Keine Termine

Notfallnummer

Wenn ein Coronafall bei eurem Kind auftritt,

kontaktiert bitte die folgende Corona Notfallnummer!

+49 160 5257007

 

Tagesessen

Freitag, 05. Mär. 2021
Hauptspeise: Nudeln mit Aschenputtelsauce; Nachspeise: Obst
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